Die Geburtsstunde der deutschen Eisenbahn war die Eröffnung der Ludwigs-Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth am 7. Dezember 1835. Mit einer damals bahnbrechenden Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern rauschte die Dampflokomotive "Adler" mit neun Waggons die fast schnurgerade Verbindung vom Nürnberger Plärrer in die Kleeblattstadt in damals rekordverdächtigen 14 Minuten und hat damit Eisenbahngeschichte geschrieben. Heute rasen ICE-Triebwagen mit über 300 km/h über die Schienen und sind mehr denn ein zuverlässiges und umweltfreundliches Transportmittel.
Das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen feiert in Rückblick auf diesen denkwürdigen Tag „175 Jahre Eisenbahn in Bayern“. Ich freue mich, dass ich hierfür die Schirmherrschaft übernehmen darf. Unser Museum ist für dies Jubiläum der ideale Ort, da hier 200 Eisenbahnfahrzeuge eine letzte Heimat gefunden haben. Ein durchdachtes Museumskonzept vermittelt einen Überblick über die Vielfalt des Bahnbetriebs in früheren Zeiten in Bayern, das tausende Besucher jedes Jahr begeistert. Neben der ältesten betriebsfähigen Regelspur-Dampflokomotive, der Lok Füssen aus dem Jahr 1889, sind viele ihrer jüngeren Modelle verschiedenster Baureihen ebenso vertreten wie historische Diesel- und Elektrolokomotiven sowie diverse Nebenfahrzeuge. Der umfangreiche Wagenpark des Eisenbahnmuseums reicht vom denkmalgeschützten Lokalbahnwagen aus dem Jahr 1903 bis hin zum Schnellzugwagen der 1960er Jahre.
Entsprechend des Anlasses des Jubiläums „175 Jahre Eisenbahn in Bayern“ ermöglichen die Museumsorganisatoren dem Eisenbahnliebhaber besondere Leckerbissen mit einem großen Dampfloktreffen, Gastsonderzüge aus ganz Süddeutschland, Lokomotiven unter Dampf und Pendelzüge auf den von Nördlingen abgehenden Strecken.
Als Schirmherr danke ich der Museumsleitung für die herausragende Organisation und wünsche ihr einen erfolgreichen Verlauf der Feierlichkeiten und Ihnen, meinen lieben Gästen der Jubiläumsveranstaltung, viele neue Eindrücken aus der „guten alten Zeit“.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Ulrich Lange, MdB