Zusammen mit der 50 3600 alias 50 775 entstanden die beiden 50er 1941 bei Henschel in Kassel mit den Fabriknummern 25862 bzw. 25859. Während 50 778 in Seelze, Wunstorf, Uelzen, Minden, Hameln und Lehrte eingesetzt wurde, verschwand ihre Schwester im Osten. 50 778 wurde von der DB am 20.12.1976 in Duisburg Wedau als eine der letzten 50er ausgemustert und konnte vom BEM erworben werden. In den 60er Jahren hatte sie einen Kabinentender erhalten, damit der Güterzugbegleitwagen eingespart werden konnte. Seit 1991 sind die beiden Schwestern aus Kassel wieder unter einem Dach in Nördlingen vereint.
50 955 (ex DRG/DR 50 955; 50 1955-9)
Ebenfalls im Jahr 1941 wurde 50 955 bei Krupp in Essen mit der Fabriknummer 2320 gebaut. Sie verblieb in der ehemaligen DDR und kam bei den Bw Magdeburg, Güstrow, Zwickau und Karl-Marx-Stadt zum Einsatz. Nach ihrer Ausmusterung 1981 wurde sie als Heizlok nach Loitz verkauft, später wechselte ihr Standort nach Demmin. Sie konnte zusammen mit der 50 4073 erworben werden und dient als Ersatzteilspender.
50 0072-4 (ex DRG/DR 50 481; DR 50 3502; 50 0072-4)
Diese Maschine wurde als 50 481 bei Krauss-Maffei in München 1940 gebaut (Fabriknr. 15832) und verblieb nach dem 2.Weltkrieg in der DDR. Dort erhielt sie 1957 einen sogenannten Reko-Kessel und wurde in 50 3502 umgezeichnet. Nach der Inbetriebnahme der Erdölpipeline aus der UdSSR stand schweres Heizöl als billiger Brennstoff zur Verfügung und so erfolgte die Umrüstung zahlreicher Dampflokomotiven auf Ölfeuerung. Als letzte ihrer Baureihe wurde die 50 0072 im Jahr 1971 umgebaut und in Pasewalk stationiert. Trotz der ölkrise 1981, die allen ölgefeuerten Dampfloks der DR das Aus bescherte, konnte die 50 0072 als selbstständig fahrbare Heizanlage in Görlitz und später Halle überleben und wurde Anfang 1991 vom Bayerischen Eisenbahnmuseum erworben. Nachdem die Lok zuerst in Nördlingen benötigt wurde, war sie seit 1995 öfter in Südbayern zu sehen. Seit zwei Jahren ist sie im Stützpunkt München-Laim stationiert und kommt von dort aus in ganz Südbayern zum Einsatz, bevorzugt natürlich auf Nebenbahnen.
50 3600 (ex DRG/DR 50 775; 50 3600; 50 3600-9)
Als 50 775 wurde sie 1941 mit derFabriknr. 25859 bei Henschel in Kassel gebaut und war in Seelze, Magdeburg, Köthen und Güsten. Nach der Rekontruktion, wo sie wie viele andere Dampfloks der Baureihen 50 und 52 mit einem Rekokessel ausgestattet wurde und war zuletzt im Süden der DDR stationiert. Grund war der wegen der Ökrise wieder aufgenommene Dampfbetrieb bei der DR. Zuletzt war sie von 1984 bis 1987 als Heizlok eingesetzt und wurde 1991 z-gestellt. Nach erfolgter Kessseluntersuchung 1991und einigen Einsätzen in Nördlingen mußte sie allerdings Ende 1995 mit abgelaufenen Fristen abgestellt werden. Um für die Strecke Nördlingen - Dinkelsbühl eine Lok für schwere Sonderzüge und eine Ersatzlok zu haben, ist im Jahr 2001 wieder eine Hauptuntersuchung vorgesehen.
50 4073 (ex DR 50 4073-8)
Als eine der letztgebaute Dampflokomotive für die Deutsche Reichsbahn wurde 1960 die 50 4073 in Babelsberg mit der Fabriknr. 124073 gebaut. Nach Stationierungen in Neubrandenburg, Wittenberge und Neuruppin landete die Maschine 1981 bei der Stärkefabrik Loitz als Heizlok, 1984 wurde sie nach Demmin weiterverkauft. Als letzte ihrer Art konnte sie nach der Wende dem Schneidbrenner entrissen werden und wartet seit dem im Raw Meiningen auf ihre fehlenden 5. Kuppelachse, die neu angefertigt werden muß.
Einige interessante technische Daten der 50:
| Bauart: | 1'E h2 |
| Gattung: | G56.15 |
| max. Geschwindigkeit: | 80 km/h |
| Leistung: | 1625 PS, BR 50.35 1760 PS |
| Dienstgewicht: | 171 t |
| Kesseldruck: | 16 bar |
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