Elektrolokomotive E36 02
Die Elektrolokomotive E36 02 des BEM
Für die Aufnahme des elektrischen Betriebes auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden gab die Königlich Bayerische Staatseisenbahn im Jahr 1912 zwölf Lokomotiven in Auftrag. Die Lokomotivfabrik Krauss in München (mechanischer Teil) und Siemens-Schuckert in Berlin (elektrischer Teil) lieferten von diesem Auftrag 4 Lokomotiven mit der Achsfolge 1'C2', die als EP 3/6 20101 bis 20104 zwischen April und Juni 1914 in Dienst gestellt wurden. Sie waren ausschließlich auf der Strecken zwischen Freilassing, Berchtesgaden und Salzburg in Betrieb und bewährten sich sehr gut, auch auf dem steigungs- und krümmungsreichen Abschnitt zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden. Grund für die gute Kurvenläufigkeit war der Verzicht auf einen festen Radstand, die beiden äußeren Kuppelachsen werden über Krauss-Helmholtz- und Krauss-Lotter-Lenkgestelle mitgenommen. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß die Lok bei der Anlieferung mit einem Dampfkessel ausgestattet war, der für die Zugheizung notwendig war.
Die bei der Deutschen Reichsbahn als E 36 02 bezeichnete Lokomotive wurde erst 1941 durch die
E 44.5 ersetzt und ausgemustert. Die Firma Henschel in Kassel baute die Lok anschließend in einen Schneepflug der Bauart Klima um. Bis Ende der 70er Jahre war das Fahrzeug als "München 6453" in Garmisch-Patenkirchen beheimatet. Das BEM hat das Fahrzeug wegen seiner Bedeutung als einer der ersten elektrischen Lokomotiven der Staatsbahn mit dem
15kV / 16 2/3 Hz System beschafft, die Hälfte ohne Schneepflug soll bei Gelegenheit wieder in den Ursprungszustand versetzt werden. Daneben ist die Lokomotive eines der beiden letzten erhaltenen Fahrzeuge mit einem Lotter-Lenkgestell, das andere ist in der ebenfalls beim BEM verbliebenen Dampflok TAG8 erhalten.
Einige technische Daten der E36:
| Bauart: | 1'C2' |
| max. Geschwindigkeit: | 80 km/h |
| Leistung: | 653 PS |
| Dienstgewicht: | 82,3 t |
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