Die Motordraisine KLV
12 4984 (BEM KLV 741)
Schon die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG) stattete
viele Bahnmeistereien mit Draisinen (KLV 01 –05) aus, die mit kleinen
Benzinmotoren angetrieben wurden. Das war notwendig, um die Fahrzeiten zu verkürzen
und die Strecken nicht zu lange für den normalen Zugbetrieb zu blockieren. Nach
dem 2.Weltkrieg wurden von der Deutschen Bundesbahn 800 solcher Motordraisinen
in sieben Bautypen (KLV 09 – 12) beschafft
und den Bahnmeistereien zur Verfügung gestellt. Sie brachten Personal zu den
Arbeitsstellen an der Strecke und dienten für Kontrollfahrten auf den Strecken.
Hersteller dieser Fahrzeuge waren die Firma Schmitt, Alpers, Beilhack und
Solinger Hütte. Den Antrieb der ca. 1,5 t (beladen: 2,25 t) schweren Fahrzeuge
besorgt ein VW-Käfer Motor mit 28 PS, mit dem eine Geschwindigkeit von 70 km/h
erreicht wird. Zum Räumen der Strecke und zum wenden ist in das Fahrzeug eine
Vorrichtung eingebaut, mit der es angehoben und gedreht werden kann. Die Fahrten
mit sogenannten Nebenfahrzeugen oder Kleinwagen auf freier Strecke ist besonders
geregelt, da viele Kontakte an den Schienen von den leichten Fahrzeugen nicht
beeinflußt werden, ausgenommen sind die Schwerkleinwagen SKL. Seit den 80er
Jahren sind bei der DB keine Kleinwagen mehr in Betrieb und Dienstfahrten werden
mit Pkw durchgeführt.
Einige Technische Daten zum KLV 12 4984:
| Eigengewicht: | 1500 kg |
| Zuladung: | 750 kg |
| Zulässige Personenzahl: | 6 |
| Motor: | VW Käfer mit 28 PS |
| Hersteller: | Beilhack|
| Bauart: | BM – Draisine - 120 - Beilhack |
| Fabrik Nr: | 3096 |
| Baujahr: | 1962 |